Geschichten 3


Zwei Tibet Terrier - wie Feuer und Wasser


Nun mag ich ja schon viel über unsere Tibet Terrier erzählt haben.

Dabei ist mir neulich erst wieder aufgefallen, wie verschieden und unterschiedlich sie doch beide in ihrem Wesen sind.
  
Indus macht dem Klischee, dass Tibet Terrier ihren eigenen Kopf haben, öfters mal alle Ehre.


Beispiel:  
Wenn wir spazieren gehen, läuft er gern vorneweg.
Wenn ich ihn rufe, schaut er sich um und läuft einfach weiter.
Also rufe ich ihn erneut..... Meistens kommt er dann auch...
Aber es kam schon vor, dass die Duftmarken so interessant waren, dass er weiterlief, ohne zu reagieren.
Nach einer Weile drehte er sich dann um, sah mich in die andere Richtung gehen und dann aber, lief er wie wild hinter mir her.
Also kam es dazu, dass wir verstärkt "komm her" üben mussten, mit Hilfe von Leckerli.

Nachdem Norbu "dazugestoßen" ist, verstärkte sich das noch. - Beide zusammen ohne Leine, das lief gar nicht gut.

Zusammen auf Tour gehen, einfach toll. Frauchen?????
Huch, die haben wir doch glatt vergessen.
So entschlossen wir uns dann, die Hundeschule zu besuchen.


Zurück zu Indus:
Eigentlich ist Indus ein ganz ruhiger Vertreter. Er ist sehr lieb, anhänglich und am liebsten hat er seine ganze Familie (sein ganzes Rudel) um sich. - Aber ein Schoßhündchen, der nur gestreichelt werden will, ist er nicht. 
    
Er will immer dort sein, wo wir sind. Er bleibt auch nicht gern allein im Garten. - Nur wenn er mit Norbu draußen toben kann, dann macht ihm das riesigen Spaß.
Dabei jagt er Norbu erst mal einige Runden wie wild durch den Garten. Dann aber lauert er hinter der Hausecke Norbu auf. - Das sieht so niedlich aus, wenn er sich plötzlich versteckt und dann dort sitzt, wie man so schön sagt, auf dem Sprung.

Indus Lieblingsplatz ist am Eingangsbereich der Treppe oben auf Wange. - Von dort aus kann er alles überblicken und sich auch vor Norbu's wilden Spielen retten.


Fremden gegenüber ist er eher zurückhaltend und vorsichtig, passend zum Rassestandard der TT.
   
Leider ist Indus auch ziemlich verfressen. - Deshalb kriegt er meist kleinere Rationen, die durch Reis, rohe Möhren oder Paprika ersetzt werden. 

Sein Lieblingsfutter aber sind gekochte Eier. Er hört sofort, wenn jemand sein Frühstücksei aufklopft. - Leider bettelt er dafür auch, aber sehr lustig, denn er singt dabei regelrecht.


Norbu dagegen ist sehr temperamentvoll. - Er kann mit unserem Sohn stundenlang Fußball spielen.
Er rennt nicht nur hinter dem Ball her, sondern stupst richtig mit der Nase dagegen, so dass der Kleine dann wieder an den Ball treten kann. - Dabei ist er voll dabei, wie man so schön sagt und kann unermüdlich spielen. 

Oft animiert er Indus zum Spielen. Er greift ihn dann an oder beißt ihn in die Ohren, Rute oder Schnauze. 

Norbu ist beim Fressen eher mäklig. Er bekommt meist mehr oder hochwertigeres Futter angeboten.
Aber er frisst nicht gerade viel.
Natürlich verschmäht er keine gekochten Eier, aber er bettelt nicht so, wie Indus. Er sitzt einfach nur da und läßt die Eier nicht aus den Augen.


Eines haben beide gemeinsam. - Kaum war einer aus unserer Familie auch nur kurze Zeit weg, freuen sie sich wie wild.
 
Dabei streiten sie sich auch öfters, wer der erste sein darf, der Herrchen oder Frauchen begrüßen darf.

Aber Norbu hat da seine ganz persönliche Note um sein Herrchen zu begrüßen.
Er springt um seinen knienden Herrn auf zwei Beinen herum und leckt ihm dabei die Ohren und den Hals ab.
 
Die beiden Hunde putzen sich öfters auch gegenseitig.
Indus leckte Norbu noch den Bauch sauber, da war er schon 9 Monate alt.

Norbu leckt Indus regelmäßig und mit wachsender Begeisterung im Bereich der Augen.


Stopp, ich habe noch etwas vergessen, was beide gemeinsam haben. Beide lieben Kinder.
Sie freuen sich auch, wenn fremde Kinder auf sie zugehen.  


Clickertraining

Durch die Trainerin der Hundeschule habe ich mich für das Clicker-Training interessiert.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich zunächst äußerst skeptisch war. - Aber ich wurde eines besseren belehrt.

Beim Besuch eines Seminars über das Clickertraining war ich bei der Vorführung der Boxerdame Cheyenne völlig verblüfft, was ein Hund mit Hilfe des Clickers alles lernen kann.


Das Clickern hat mir sehr dabei geholfen, meinen Hunden etwas beizubringen.
 
Falls Sie sich auch für Clicker-Training interessieren, empfehle ich ihnen die Seite: http://www.clicker.de  

Tolle Bücher zum Thema Clickertraining finden Sie unter Literaturhinweis.


(Stand 2001)




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