Geschichten 1


Wie wir auf den Hund kamen


Eigentlich hatten wir schon immer Hunde. Aufgewachsen bin ich mit einem Schäferhund namens Asta. Der war ganz schön clever. Er konnte sogar alleine Türen öffnen.
Zum Schutz der Postboten musste ein Drücker an die Hoftür angebracht werden.



Nach seinem Tod wollten meine Eltern keinen Hund wieder.
Aber irgendwann kamen mal Kinder, die wollten 5 DM für einen kleinen schwarzen wuschligen Hund haben. - Natürlich bekamen sie das Geld und wir hatten wieder einen Hund, einen TT-Mix, wie sich später rausstellte.
Er bekam den Namen Tino. Er wurde der Liebling der Familie.



Tja, und eines Tages saßen plötzlich zwei Hunde auf der Terrasse.  Der eine war Tino und der andere? - Eine kleine
Hündin (Terrier-Mix) saß nun da und keiner wusste, wie sie dort hinkam. Susi - so nannten wir sie, blieb auch bei uns.


Als ich meine eigene Familie hatte, hätte ich gern einen eigenen Hund gehabt, einen Tibet Terrier.  Aber leider waren wir voll berufstätig, nichts für einen Hund.   


Deshalb schaffte ich mir einen Kater an, den mein damals zweijähriger Sohn - Otto - taufte.

Nun haben wir unser eigenes Häuschen mit Garten. Aber es fehlte immer noch etwas ganz wichtiges, nämlich unser eigener Hund.

Es kostete mich nicht all zuviel Überzeugungsarbeit, bis mein Mann einverstanden war.


Aber würde auch unser alter Kater Otto mit einem Hund klarkommen?

Unser Tierarzt meinte dazu: Alter Kater - junger Hund, das wird was.

Nun kaufte ich mir Bücher über Tibet Terrier und Welpen.


Dann ging die Sucherei nach einem passenden Welpen los.
Es wäre schön, ihn in der wärmeren Zeit aufzuziehen, es sollten Ferien sein und wir wollten natürlich auch Urlaub haben.

Wir hatten uns vorgenommen, Zeit für den Welpen zu haben, auch um ihm beizubringen, allein zu bleiben, wenn wir wieder arbeiten sind.

Es ging einige Zeit ins Land.  Viele Telefonate folgten, bis wir endlich fündig wurden.
Wir fuhren am 07.05.00 nach Immenhausen zu Frau Otto, einer Züchterin, die Mitglied im KTR ist.
Wir waren angenehm überrascht. Eine aufgeweckte und fröhliche TT-Bande empfing uns. Die Welpen hopsten um uns herum und auch die Hündinnen waren neugierig.


So haben wir uns das vorgestellt.  Eine Hundemeute, die in einer richtigen Familie lebt. 
Auch die älteren Hundedamen genießen sozusagen ihren Lebensabend in dieser Familie.

Der dickste und größte Welpe "suchte sich" meinen Mann aus und ließ sich genüsslich streicheln.
Welche Frage, "er" hatte uns ausgesucht. - Er war der erstgeborene und schwerste Welpe des Wurfs.


Sein Name: Indus-San-Rajah vom Perumal
Wurftag: Rosenmontag - 06.03.00



Am 26.05.00 war es dann endlich soweit. Wir hatten nun Urlaub und konnten unser Hundebaby abholen.
So ein kleines Hundebaby auf dem Arm zu halten, ist schon ein tolles Gefühl.

Der Kleine hat die 3stündige Autofahrt auch gut überstanden.
Wir kamen erst im dunkeln zu Hause an, aber ihm war gar nicht fremd. Er hopste immer hinter uns her.
In der Wohnung hat er sich zuerst auf das Katzenfutter gestürzt. - Otto hat gleich die Flucht ergriffen.

In der ersten Zeit hat sich unser Kater vom Hund distanziert.
Aber inzwischen hat er sich an ihn gewöhnt. - Otto lässt sich von Indus nichts bieten. Wenn er zu toll mit ihm spielen will, dann gibt es auch mal welche an die Ohren. 

Wir sind aber sehr froh, dass Otto und Indus gut miteinander auskommen. 

(Text von 2001)


Leider ist unser Otto am 17.03.03 im stolzen Alter von 14,5 Jahren für immer von uns gegangen. 

Wir sind sehr traurig darüber, denn wir hätten gerne noch einige Jahre mit ihm verbracht. - Wir werden ihn sehr vermissen.


                     
                          
Otto - am 07.02.03

                              
 Geschichten 2